11.06.2019

Kreidezähne bei Kindern

Kreidezähne frühzeitig erkennen und behandeln


 

Liebe Eltern,

habt ihr schon etwas von Kreidezähnen gehört oder sich mit dieser Thematik einmal vertraut gemacht? Wir klären Euch dazu ausführlich auf.

„Molar-Incisor-Hypomineralisation“ kurz MIH ist eine Störung der Mineralisationsreifung „Hypomineralization“ der Zähne. Sie betrifft hauptsächlich Backenzähne „Molars“ und Schneidezähne „Incisors“

Diese werden in den ersten Monaten nach der Geburt angelegt und mineralisiert. Die Zähne sehen fleckig, gelblich und opak aus. In schweren Fällen ist die Struktur rauh und die Zähne sind schon beim Durchbruch schwer beschädigt. Diese Zähne sind in der Regel sehr kälteempfindlich und sie lassen sich schwer oder gar nicht lokal betäuben.

Ursache von Kreidezähnen

Die Ursache ist unbekannt, wir vermuten eine Viruserkrankung in den ersten Monaten. Gegen Viren entwickelt sich Immunität ( wie z.B. bei Masern). Deshalb sind die später mineralisierten Zähne nicht mehr betroffen. Es gibt aber auch viele andere Ideen, woher die Erkrankung kommen kann.

Weltweit sind 7-14% der Kinder davon betroffen.

 

Therapie und Behandlung

Die Therapie besteht in regelmäßiger Fluoridlackapplikation bei den leichten Fällen.

Bei den schweren ist eine rechtzeitige Überkronung mit einer konfektionierten Metall-Kinderkrone die Wahl. Später im Leben kann diese durch eine Keramikkrone ersetzt werden.

Die Behandlung kann wegen der starken Empfindlichkeit und oft völligen Unmöglichkeit der Lokalanästhesie oft nur in Vollnarkose erfolgen.

In einigen Fällen ist die Entfernung der betroffenen Zähne nicht zu vermeiden, besonders wenn zu lange gewartet wird. Mit Glück können dann die 12-Jahr Molaren an deren Stelle treten. Die Verfärbungen der Frontzähne sind meistens „nur“ ästhetisch ein Problem. Schwere Zerstörungen sind selten.

Sofern ihr weitere Fragen dazu habt, stehen wir euch jederzeit gerne zur Verfügung

Euer Kinderdentist-Team 🙂

 

 
 
 

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