LIEBE ELTERN,

unsere Kinder sind gern Entdecker, Eroberer, Forscher und tollkühne Helden. Sie toben gern, entdecken mit großem Spaß ihr Lebensumfeld und testen gegenseitig ihre Kräfte. Ihr Kind ist sicher ganz vorn mit dabei.

Je nach Alter und Entwicklung des Kindes kann es beim Laufenlernen oder beim Sport, aufgrund des eigenen Spieldrangs oder wegen eines Fremdverschuldens zu einem Zahnunfall kommen.

Ab 2 Jahren: In diesem Alter sind die motorischen Fähigkeiten noch sehr eingeschränkt. Tapsig werden die ersten Schritte ausprobiert. Die ersten Milchzähne sind bereits durchgebrochen, und der weiche Kiefer formt sich.
Ab 7 Jahren: Kinder dieser Altersgruppe sind sehr aktiv. Sie haben Spaß an der Bewegung und testen gern Grenzen aus. In diesem Alter sind bereits die ersten bleibenden Zähne durchgebrochen. Besonders die Schneidezähne sind wegen ihrer exponierten Lage gefährdet.
Ab 16 Jahren: Jugendliche sind hochaktiv und interessieren sich für Trend-Sportarten. Das Milchgebiss hat sich zu einem bleibenden Gebiss entwickelt. Das Wachstum der Zähne ist weitestgehend abgeschlossen und der Zahnkiefer ist gut verknöchert.

UND DANN PASSIERT ES EINFACH – EIN ZAHNUNFALL

Neben dem anfänglichen Schock sind oft körperliche Verletzungen sichtbar. Hautabschürfungen, Platzwunden oder Verletzungen an den Lippen werden in der Regel von einer starken Blutung begleitet. Die Wundversorgung ist unkompliziert und erfolgt mittels einfacher Pflegemaßnahmen, wie Reinigen und Kühlen.

Ein Zahnunfall stellt dagegen ein komplexes Trauma für das gesamte umliegende Gewebe dar. Der Zahn, das Zahnfleisch sowie der Kiefer erfordern im Gegensatz zum Weichgewebe spezielle Aufmerksamkeit und Fürsorge.

Die adäquate Erstversorgung des Zahnes am Unfallort entscheidet über den späteren Heilungsprozess und sichert das Überleben des Zahnes.

Wir vom Kinderdentist-Team möchten Ihnen mit ein paar Tipps helfen, sich im Notfall richtig zu verhalten:
1. Bewahren Sie selbst Ruhe.
2. Beruhigen Sie Ihr Kind.
3. Falls nötig, tupfen oder reinigen Sie die Platzwunde mit einem sauberen fusselfreien Tuch.
4. Kühlen Sie gegebenenfalls die betroffene Region.
5. Ist der Zahn komplett ausgeschlagen oder ein Zahnstück abgesplittert, schauen Sie, ob es auffndbar ist und legen Sie es in eine Zahnrettungsbox (in der Apotheke erhältlich). Fassen Sie dabei nicht die Wurzel an und säubern Sie den Zahn nicht! Die Rettungsbox beinhaltet eine spezielle Lösung, die für das Überleben des Zahngewebes wichtig ist. So bleiben für den Zahn lebensnotwendige Zellen erhalten und helfen beim Heilungsprozess. Ist keine Zahnrettungsbox vorhanden, kann der Zahn oder das Fragment in H-Milch gelegt werden. Der Zahn darf nicht austrocknen.
6. Merken Sie sich, wann (Uhrzeit) Sie den Zahn in die Rettungsbox gelegt haben.
7. Belassen Sie lockere Zähne möglichst im Mund. Bitten Sie das Kind, den Mund vorsichtig zu schließen.
8. Melden Sie Ihr Kind in einer unserer Praxen an. Wir helfen gern weiter.

Ausgeschlagene Milchzähne werden nicht replantiert. Wenn infolge eines Sturzes auf Kopf oder Gesicht Symptome wie kurze Bewusstlosigkeit, Kopfschmerzen oder Erbrechen auftreten, muss ein Krankenhaus aufgesucht werden.

PFLEGETIPPS

Die Prognose für einen verletzten Zahn hängt maßgeblich von der Mundhygiene ab. Putzen Sie weiterhin die Zähne Ihres Kindes oder ermuntern Sie es zum Selbstputzen. Die Zahnbeläge sind voller Bakterien, die den Zahn zusätzlich belasten und zu einer Infektion führen können. Verwenden Sie dafür eine weiche Zahnbürste oder Wattestäbchen. Mundspülungen können hilfreich sein. In den ersten Tagen nach dem Zahnunfall ist weiche Nahrung empfehlenswert.

Nach der Behandlung durch den Zahnarzt sind regelmäßige Kontrollen in der Zahnpraxis wichtig, um den Heilungsverlauf zu verfolgen.

 

 
 
 

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